Warum eine Genossenschaft

Der Aufbau der neuen Versorgungsstruktur ist eine langfristige Aufgabe, für die wir sukzessive möglichst viele freiberuflich tätige Kolleginnen und Kollegen und die in unseren Praxisteams tätige Mediziner als Mitglieder gewinnen wollen.

 

Alleine die relativ einfache Aufnahme neuer Mitglieder und auch das später ebenso einfache Ausscheiden durch eine einfache Erklärung, ohne die formale Notwendigkeit einer notarielle Beurkundung, ist ein in der Praxis überzeugender Vorteil der Rechtsform Genossenschaft im Vergleich z.B. zu einer GmbH. 

 

Ein für uns weiter wichtiges Element ist das genossenschaftliche Prinzip der kooperativen Zusammenarbeit und die Gleichberechtigung unter den Mitgliedern bei gleichen Stimmrechten, die wir auch in unserer Satzung verankert haben. Dominierende Stellungen einzelner Mitglieder oder spätere Übernahmen sind somit faktisch nicht möglich.

 

Auch sind bei der Genossenschaft die Übernahme von Führungsaufgaben im Aufsichtsrat und Vorstand an eine aktive Mitgliedschaft gebunden, so dass in unserer Ärztegenossenschaft sichergestellt ist, dass die Geschicke des Unternehmens auch zukünftig in der Hand der aktiv in der Patientenversorgung tätigen Mediziner bleibt. 

 

Die Ergebnisbeteiligung aus ihrer Mitgliedschaft stellt für die angestellten Mediziner eine zusätzliche Einkommensoption dar, verbunden mit der Möglichkeit unternehmerischer Mitsprache in der Genossenschaft und der Übernahme von Verantwortung im Aufsichtsrat und Vorstand. Dies verleiht einer Tätigkeit in unseren Praxisteams zusätzliche Attraktivität, die von anderen potentiellen Arbeitgebern i.d.R. nicht geboten wird, und unterstützt uns im Wettbewerb um den qualifizierten ärztlichen Nachwuchs. 

 

Ausscheidende Mitglieder erhalten nach dem Genossenschaftsrecht die Erstattung ihres Geschäftsguthabens. Die wirtschaftliche Stabilität der Genossenschaft wird so nicht durch eine Bewertung der Anteile in Relation zu einer möglichen Unternehmenswertsteigerung gefährdet. 

 

Die Gründung einer Genossenschaft erfolgt in Begleitung der Gründungsberatung des Genossenschaftsverbandes, der die wirtschaftlichen Aktivitäten und die Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung in regelmäßig stattfindenden Prüfungen im Interesse der Mitglieder überwacht.